Montag, 13. August 2012 Dietmar Nikolai Webel
Mit dem Fahrrad zur Berlindemo

Vortag: Die Vorbereitungen

Von Würzburg mit dem Fahrrad nach Berlin ... in Berlin Frankfurter Boote auf der Spree ... diese Tour wird echt was Besonderes

Stefan und Torsten packen gerade ihre Sachen zusammen und Günter befindet sich auf dem Weg von Regensburg nach Würzburg. Schon naht der große Tag. Die zweite 500km Tour in diesem Jahr für Stefan und Torsten. Beide sind schon ein eingespieltes Team ... und diesmal haben sie sogar ein Begleitfahrzeug dabei.

Am Samstag den 18. August ist Elterndemo in Berlin. Menschen aus Deutschland, die sich für gemeinsame elterliche Sorge auch nach Trennung und Scheidung einsetzen, werden nach Berlin reisen um dafür zu demonstrieren, dass auch nicht verheiratete Väter 'ohne Wenn und Aber' die gemeinsame Sorge ab Geburt ihrer Kinder bekommen. Väter sollen nicht vor Gericht einklagen müssen, dass sie Verantwortung für ihre Kinder übernehman möchten.

Für Stefan und Torsten als fahrradbegeisterte Hiker und Väter liegt es nahe, mit dem Fahrrad nach Berlin zu fahren, um ein Statement abzugeben, dass sie bereit sind für unsere Kinder auch große Anstrengungen auf sich zu nehmen. Unterwegs bekommt er u.a. Unterstützung von seinem 16-jährigen Sohn.

Torsten, ich bitte Dich ich um eine kurze Vorstellung:

Ich bin Vater von zwei Söhnen 5 und 16 Jahre alt. Im Väteraufbruch engagiere ich mich als Mitglied seit 2004, weil ich als  betroffenes Trennungskind erleben musste, wie ich als Kind unter 14 Jahren Kontaktverlust zu einem Elternteil gelitten habe.  Ich sehe jeden Tag, dass dieses Leid nicht mit der Volljährigkeit aufhört. Die verlorene Zeit und die nicht aufgebaute Beziehung kann nicht nachgeholt werden. Ich bin 43 Jahre alt und leide unter dem Verlust des Elternteiles nun seit 39 Jahren. Bis heute habe ich lebhafte und sehr schöne Erinnerungen an die wenigen Besuchskontakte in meinem 3. und 4. Lebensjahr. Bei der Papatour wirke ich seit 2010 mit, um ein Zeichen zu setzen, dass wir betroffene Eltern und Trennungskinder das uns auferlegte Leid in positive Energie wandeln kön